Claire Désenfant - age consult



Personalausstattung sta­tio­nä­rer Altenhilfeeinrichtungen: zu gering und zu unter­schied­lich von Land zu Land!

In der brei­ten Öffentlichkeit wird die gerin­ge Personalausstattung von Altenhilfeeinrichtungen bemän­gelt. Gemeinhin wird unter­stellt, dass die Arbeitgeber, also die Träger oder die Heimleitungen, dar­an schuld sind. Dieses ist eine Mär und sie soll end­lich an die Öffentlichkeit. Siehe hier­zu die Presseartikel von age con­sult unter “Veröffentlichungen”.

Die Personalrichtwerte von sta­tio­nä­ren Pflegeeinrichtungen wer­den von den Verbänden der Leistungserbringer zusam­men mit den Verbänden der Kostenträger eines Bundeslandes aus­ge­han­delt, sei es in den Rahmenverträgen nach § 75 SGB XI für die sta­tio­nä­re Pflege, sei es über die Pflegesatzkommission.

Zu den Verbänden der Kostenträger zäh­len frei­lich auch die Sozialhilfeträger. Und die­se müs­sen mit ihren finan­zi­el­len Mitteln gut wirt­schaf­ten.

Bei den Entgeltvereinbarungen der ein­zel­nen Einrichtungen wer­den zwar Personalschlüssel für die­se Einrichtung ver­ein­bart, die­se müs­sen aber den Bestimmungen der jewei­li­gen Rahmenverträge genü­gen. Mehr Personal wird nicht bewil­ligt, auch wenn die Leitung mehr will, auch wenn die Bewohner (der Heimbeirat) mehr möch­ten.

Die höchst­mög­li­chen Personalstellen fal­len in den ein­zel­nen Bundesländern sehr unter­schied­lich aus, wie fol­gen­de Karte zeigt. Wie kann es sein, dass Baden-Württemberg 24 % mehr Personal als Brandenburg hat? Haben die pfle­ge­be­dürf­ti­gen Menschen in Potsdam ande­re Bedürfnisse als in Stuttgart? Und… rei­chen über­haupt die Baden-Württembergischen Personalrichtwerte für eine gute und wür­di­ge Pflege aus?

 

 

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