Personalabgleich

15. Juli 2018

Aufgrund der im April die­sen Jahres ver­ab­schie­de­ten Vereinbarung zum Personalabgleich nach § 115 SGB XI wer­den der­zeit ver­stärkt Einrichtungen zur Einreichungen der Nachweise zum Personalabgleich auf­ge­for­dert. Dieses gilt ins­be­son­de­re für Baden-Württemberg, wo der KVJS dies­be­züg­lich sehr aktiv ist.

Ursprünglich war der Personalabgleich sei­tens des Gesetzgebers anlass­be­zo­gen ange­dacht. Da die­ser Gedanke in das Gesetz bzw. in der Vereinbarung nicht auf­ge­nom­men wur­de, erfol­gen der­zeit die Aufforderungen sei­tens des KVJS flä­chen­de­ckend.

Völlig unver­ständ­lich, denn nicht geset­zes­kon­form, for­dern… mehr

Baden-Württemberg bekommt die Pflegekammer

16. Juni 2018

Am 02. Juni 2018 wur­de das Ergebnis zur Befragung der Pflegekammer vom Ministerium für Soziales und Integration bekannt gege­ben: Von 2699 aus­ge­füll­ten Fragebögen stimm­ten 68 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Einrichtung einer Pflegekammer. Weiter heißt es in der Erklärung: „Das Ministerium für Soziales und Integration wird dem Wunsch der Pflegekräfte Rechnung tra­gen und umge­hend die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Pflegekammer schaf­fen.“

Das Ergebnis der Befragung war eben­so wie die Einrichtung einer Pflegekammer unterm Strich wenig über­ra­schend. Die Bedeutung einer star­ken Interessenvertretung der Pflege liegt auf der Hand und ist ganz frag­los drin­gend erwünscht und erfor­der­lich; Die Thematiken hier­zu ste­hen im gesell­schafts­po­li­ti­schen Fokus wie lan­ge nicht. Gut gewählt ist daher ein Slogan zur Einrichtung der Pflegekammer: „Wenn nicht jetzt — wann dann?!“.

Kritisch zu betrach­ten sein wird… mehr

 

Pflegekammer ist eine Blendgranate

18. April 2018

Pflegekammern wer­den von ihren Befürwortern oft als „die Lösung aller Probleme“ in der Pflege dar­ge­stellt. Die Landesregierung in Baden-Württemberg will eine Pflegekammer ein­füh­ren. Aber nur, wenn die Pflegenden es wol­len. Das soll jetzt eine Befragung her­aus­fin­den.

Wir leh­nen die Errichtung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg ab, weil die wesent­li­chen Zielsetzungen dadurch ver­fehlt wer­den: Es wird weder eine Verbesserung der Arbeitssituation, noch der Qualität in der Altenpflege erreicht!
Vielmehr ver­ur­sa­chen Pflegekammern Kosten, die über die Zwangsmitgliedschaft durch die Pflegefachkräfte finan­ziert wer­den. Sie schaf­fen neue Anforderungen an die Pflegekräfte (z. B. Fortbildungen auf eige­ne Kosten), büro­kra­ti­sche Hürden und ver­stär­ken das Klima der Fremdbestimmtheit durch wei­te­re Meldungspflichten und Kontrollen. mehr…

2019 und die Umsetzungsfrist der LandesHeimBauVO des Landes Baden-Württemberg naht…

26. Februar 2018

Die Problematik der Landesheimbauverordnung beschäf­tigt alle sta­tio­nä­ren Einrichtungen von Baden-Württemberg.

Der Druck auf die Einrichtungen und auf die pfle­ge­be­dürf­ti­gen Menschen wächst, die Enttäuschung in der neu­en Landesregierung eben­so.

2016 gab die Regierungserklärung Anlass zum vor­sich­ti­gen Optimismus, denn die Landesheimbauverordnung soll­te im Hinblick auf Erleichterungen über­prüft wer­den.

Weit gefehlt… mehr

An die Bundestagsabgeordneten: Geplantes Pflegeberufegesetz — Generalistische Pflegeausbildung

07. Dezember 2016

Sehr geehr­te Bundestagsabgeordneten,

Am 13. Januar 2016 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf des Pflegeberufsgesetzes beschlos­sen. Der Bundesrat hin­ge­gen hat am 26.02.2016 das Verschieben der Reform um ein Jahr vor­ge­schla­gen und sei­ne Bedenken geäu­ßert.

Aus NRW liegt ein Rechtsgutachten vor, das erheb­li­che ver­fas­sungs­recht­li­che Bedenken for­mu­liert. Am 18. März hat die ers­te Lesung des Gesetzes im Deutschen Bundestag statt­ge­fun­den. Gesundheitsminister Hermann Gröhe sowie Staatssekretär Lutz Strobbe haben gegen­über dem Gesundheitsexperten der CDU/CSU Bundesfraktion, Erwin Rüddel, schrift­lich ver­si­chert, dass das Gesetz nicht im Bundestag ver­ab­schie­det wer­de, ohne dass die Ausbildungsinhalte nebst Verteilung der Praxiseinsätze und Prüfungsordnung vor­lie­gen. Die “soge­nann­ten” Ausbildungsinhalte lie­gen jetzt seit zwei Wochen vor. Das eigent­li­che Hauptpapier umfasst gan­ze 1,5 Seiten und sagt mit 5 Themenbereichen über­haupt nichts aus. Aus unse­rer Sicht han­delt es sich in keins­ter Weise um ein fun­dier­tes und inhalt­lich klar aus­ge­stal­te­tes Curriculum. Die Angaben hier sind genau­so dünn wie im Eckpunktepapier und dem Gesetzesentwurf. Als zen­tra­les Anliegen wird deut­lich, dass es pri­mär um die Anerkennung des Berufes nach der EU Berufsanerkennungsrichtlinie geht. Dieses ist deut­lich her­vor­ge­ho­ben.

Kämpfen für bes­se­re Personalschlüssel! Und zwar jetzt!

11. April 2016

Das Pflegestärkungsgesetz 2 wird die umfas­sends­te Reform seit Einführung des SGB XI.
Diese Reform wird erheb­li­che Auswirkungen auf die sta­tio­nä­ren Einrichtungen haben:
Weder die Überleitung der Pflegebedürftigen aus den Pflegestufen in die neu­en Pflegegrade noch die Umrechnung der Pflegesätze im voll- und teil­sta­tio­nä­ren Bereich wer­den an den Einrichtungen spur­los vor­rüber­ge­hen. Dieses gilt eben­so für die Berechnung des ein­rich­tungs­in­di­vi­du­el­len Eigenanteils der Bewohner, der über alle Pflegegrade gleich hoch sein wird.
Denn… wenn die Landesrahmenverträge nach § 75 SGB XI so blei­ben wie sie sind, könn­te die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen in den dun­kel­ro­ten Bereich rut­schen.
Es zeich­net sich ab, dass die zukünf­ti­gen ein­rich­tungs­in­di­vi­du­el­len Eigenanteile erheb­lich unter den der­zei­ti­gen Selbstkostenbeiträge lie­gen wer­den. Warum die­ses? Wir müss­ten die­se Differenz zur Finanzierung zusätz­li­cher Personalschlüssel nut­zen! Alle Verantwortlichen soll­ten dafür kämp­fen!

Neue Pflegebedürfigkeitsrichtlinien: Darf man wirk­lich dar­auf hof­fen?

15. Juli 2014

Die Bundesregierung scheint die neu­en Pflegebedürftigkeitsrichtlinien tat­säch­lich auf den Weg brin­gen zu wol­len. Sie will weg von der Zeitvorgabe, hin zu einer Bedürfnis ori­en­tier­ten Sichtweise, die den Mensch mit Pflegebedarf in den Fokus stellt. Und es ist gut so! Weiterlesen »

Kampf um den Altenpflegeberuf geht wei­ter- Brief an die Ministerinnen Schwesig und Nahles

12. Juni 2014

Pflegekräfte, Heimleiter, Pflegewissenschaftler und zahl­rei­che ande­re Menschen aus der gan­zen Bundesrepublik appel­lie­ren unter dem Motto “Altenpflegeausbildung muss blei­ben!” an die poli­tisch Verantwortlichen, den Altenpflegeberuf auch wei­ter­hin als eigen­stän­di­ge Profession zu erhal­ten.

Angesichts unse­rer demo­gra­fi­schen Entwicklung ist es unver­ant­wort­lich, mit der Ausbildung der drin­gend benö­tig­ten Fachkräfte zu expe­ri­men­tie­ren!”, heißt es wört­lich in einer an die Bundesministerinnen Manuela Schwesig (Senioren und Frauen, SPD), Johanna Wanka (Bildung und Forschung, CDU) und Andrea Nahles (Arbeit und Soziales, SPD) gerich­te­ten Online-Petition, die Interessierte auf der Internetseite www.change.org per Unterschrift unter­stüt­zen kön­nen.

Die Entscheidung für die gene­ra­lis­ti­sche Ausbildung bedeu­tet nach Ansicht der Initiatoren der Kampagne “Altenpfleger für die Altenpflegeausbildung” nicht nur, auf die in über vier Jahrzehnten gewach­se­ne und gesi­cher­te Ausbildungsqualität zu ver­zich­ten: “Sie schätzt das Engagement und die Kompetenz der Altenpfleger und Altenpflegerinnen gering, die den Beruf nicht als Notbehelf, son­dern aus Überzeugung gewählt haben.”

Wir brau­chen gut geschul­te und krea­ti­ve Begleiter, wenn unser Geist schwach wird”, heißt es am Ende der Petition, “am Ende unse­res Lebens brau­chen wir Altenpfleger, die für uns ein­ste­hen und die sich bewusst für die­sen Beruf ent­schie­den haben!”

Personalausstattung sta­tio­nä­rer Altenhilfeeinrichtungen: zu gering und zu unter­schied­lich von Land zu Land!

06. Juni 2014

In der brei­ten Öffentlichkeit wird die gerin­ge Personalausstattung von Altenhilfeeinrichtungen bemän­gelt. Gemeinhin wird unter­stellt, dass die Arbeitgeber, also die Träger oder die Heimleitungen, dar­an schuld sind. Dieses ist eine Mär und sie soll end­lich an die Öffentlichkeit. Siehe hier­zu die Presseartikel von age con­sult unter “Veröffentlichungen”. Weiterlesen »

Das Wohn-, Teilhabe- und Pflegesesetz (WTPG) Baden-Württemberg ist in Kraft getre­ten!

06. Juni 2014

Das WTPG Baden-Württemberg ist nun ver­ab­schie­det und am Tag sei­ner Ankündigung in Kraft getre­ten. Es ent­hält eine Vielzahl von neu­en Regelungen und Vorschriften, ins­be­son­de­re zu ambu­lan­ten Wohngemeinschaften. Dieses Gesetz bringt eini­ges Gutes, wirft aber auch Fragen auf. Es wird sich zei­gen, wie es in der Praxis ange­nom­men wird. Es wird sich ins­be­son­de­re zei­gen, ob das Gesetz einen breit flä­chi­gen Aufbau von ambu­lant betreu­ten Wohngemeinschaften för­dert. Deren Mindestpersonalausstattung ist im Vergleich zur sta­tio­nä­ren Pflege sehr üppig. Einerseits ist die­ses zu begrü­ßen. Andererseits muss deren Finanzierung sehr wohl über­legt wer­den. Fraglich bleibt, wie die Sozialhilfeträger damit umge­hen wer­den.

Siehe hier­zu der Artikel unter “Veröffentlichungen”.